Kambi die Kudu Kuh von Elisenheim Namibia

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Hallo,   hier sind die news aus Brakwater:
Für alle, die's noch nicht wissen, unsere Kudu Kuh Kambi ist Gott sei Dank wieder zurückgekommen.
Nachdem wir das Kleine am Haus hatten, haben wir den ganzen Tag nach ihr gesucht und Ausschau gehalten.
Kurz nach der Geburt muß ein Leopard ihre Niederlassungsstelle gerochen haben. Kambi & Baby waren auf Pad zum Haus und man konnte an den Spuren sehen, daß der Leopard auf den Fersen (Hufen) war.
Als er auf die Beiden traf, ist Kambi losgerannt. Die Fitteste ist sie ja nicht, da sie viel hier am Haus abhängt.
An ihren tiefen Spuren konnte man sehen, daß sie gejagt worden ist, die Leopardenspur dabei.
In der Zwischenzeit ist das Kleine vom Berg her, Richtung Heimat getrottelt und hat sich in der Nähe des Hauses unter einem Busch versteckt.
Kambi hat den Leoparden abgelenkt. An den tiefen Rissen und Kratzern auf ihr kann man sehen, daß sie unkontrolliert durch den Busch gerannt sein muß.
Als Andreas und die Jungs den Morgen zusammen den Berg durchkämmt haben, fanden die Jungs die Geburtstelle & riefen ihn an. Während er telefonierte, raschelte es im Gebüsch neben ihm und da stand das Kudubaby, welches er dann zum Haus brachte.
Nachts um 1h00 kam Kambi zum Haus, um am Schwimmbad zu trinken; der Nachtwächter hatte sie gesehen.
Nächsten morgen war sie, wie gewohnt zur Stelle, um ihr Frühstück abzuholen und wir haben sie dann mit der Kleinen zusammen in ein Gehege getan. Das paßte ihr gar nicht. Während sie von mir gefüttert und abgelenkt wurde, hat Andreas sie gemolken, weil sie das Kleine nicht an's Euter gelassen hat.
Die Kleine hatte dann irgendwann auch keine Lust mehr und wir fanden, daß es wichtig sei, daß sie die Cholesterinmilch, die in den ersten Tagen produziert wird, bekommt.
Immer wieder haben wir erst verucht, das Kleine anzusetzen, erfolglos.
Nun melken wir Kambi (ist schon komisch, einen Kudu zu melken) und das Kleine hat diese dicke, gelbe Milch getrunken.
Wir haben einen sehr guten (Wild)Tierarzt in Windhoek, Dr. Tubising, wo ich dann Vitamintropfen für die zusätzliche Kuhmilch gekauft habe. Er meinte, es sei normal, wenn ein wildes Tier mit der Flasche aufgezogen worden ist, daß die Muttergefühle nicht besonders ausgeprägt sind.
Kambi lehnt die Kleine nicht ab, leckt sie auch, vor allem, wenn ich Flasche gebe (Eifersucht), aber geht sonst ihren Weg.
Bin froh, daß unsere Hündin Jolly so verliebt in die Kleine ist.Sie liegt neben ihr auf der Veranda, paßt auf und leckt sie nach der Flasche gründlich ab. Zu niedlich!!!
Gestern morgen war sie vom Regen naß, wurde trocken gerieben und auf die Veranda gebracht. Hat so dolle gebibbert, daß sie nicht trinken konnte. Ich habe dann 2 Weizensäcke, die man in der Mikrowelle erhitzen kann, auf sie gelegt und noch ein Decke darüber. Schon saß die Katze auch auf dem Baby, weil es schön warm war.
Es macht so großen Spaß zu sehen, wie aufmerksam die Haustiere sich um das Kudubaby kümmern, da könnte man stundenlang zuschauen.
Ich bin sehr froh, daß Kambi nicht vom Leoprden gerissen worden ist (bin doch ihre Mutter), der Gedanke war schrecklich.
Meine Freundin hat gleich Luzerne vorbeigebracht, damit Kambi Milch produziert, Danke, Anke...lieb von dir.
Vielen Dank euch allen, die so nett geschrieben und sich Sorgen um Kambi gemacht haben.
Schicke ein paar Fotos zum Wochenende, viel Spaß dabei und liebe Grüße,
Christina und Andreas